Montag, 30. März 2009

OpenStreetMap: plan.at-Datenspende

Nachdem Ende des Jahres 2008 http://www.plan.at/ seine Geoinformationen dem OpenStreetMap-Projekt gespendet hat, werden diese derzeit fleißig importiert. Auf der dafür eingerichteten Projektseite http://wiki.openstreetmap.org/wiki/WikiProject_Austria/Import_plan.at kann der aktuelle Status des Imports verfolgt werden. Etwa ein Drittel der Bezirke Österreichs ist bereits abgeschlossen, d.h. vom gesamten Import die brauchbaren Teile eingearbeitet, die unbrauchbaren/bereits vorhandenen Teile gelöscht.

Zwar haben die plan.at-Daten keine perfekte Qualität, und auch bei der Datenübernahme kam es zu der einen oder anderen Kontroverse. Letztlich hat diese Datenspende dem OSM-Projekt für Österreich aber einen deutlichen Schub gegeben. Es sollten nun in den importierten Gebieten - also zumindest in den Bezirksstädten - nun zumindest alle Hauptstraßen verfügbar sein. Viele Gebiete wurden durch den Import allerdings leider nicht abgedeckt; während etwa Urfahr-Umgebung vollständig importiert wurde, waren für Rohrbach, Freistadt und Perg jeweils nur die Daten für die Bezirkshauptstadt vorhanden.

In den nächsten Wochen wird noch fleißig daran gearbeitet, die restlichen Bezirke abzuschließen.

Freitag, 12. Dezember 2008

OpenStreetMap vor Datenspende?

Gerüchte geistern schon länger durch den Raum, seit gestern nehmen diese konkretere Gestalt an. De freie Geoinformations-Datenbank OpenStreetMap steht kurz vor einer größeren Datenspende. Angeblich plant plan.at, die gesammelten Daten (mehr oder weniger alle österreichischen Straßen mit Stand ungefähr Jahr 2000) zur Verfügung zu stellen. Diese Daten würden damit dem OSM-Projekt zur Verfügung stehen und würden unter der CC-BY-SA-Lizenz veröffentlicht werden.

Für die österreichischen Karten bedeutet dies eine signifikante Verbesserung. Zwar sind die OSM-Daten in österreichischen Ballungsräumen (beispielsweise Wien oder Linz) bereits recht gut und aktuell ausgebaut, in vielen Bereichen besser als etwa maps.google.com. Am Lande, wo oft keine OSM-Freiwilligen zu finden sind, fehlen teilweise aber gar noch die Hauptstaßen, von Gemeindestraßen oder Wohnstraßen ganz zu schweigen.

Sollte der Import wie angekündigt durchgeführt werden, dürfte das österreichische Straßennetz zwar nicht komplett und aktuell, aber zumindest ein 10 Jahre alter Stand komplett österreichweit verfügbar sein.

War hat plan.at von dieser Datenspende? Sie können zukünftig direkt die OSM-Daten benutzen, bei zumindest gleicher Qualität wie die bisher schon von dem Projekt verwendeten proprietären Karten. Es wird - zumindest in Österrech - das erste größere Kartenanbieter sein, der auf die OSM-Technologie umsteigt. Es scheint also für beide Seiten ein gewinnbringendes Geschäft zu werden.

http://wiki.openstreetmap.org/wiki/WikiProject_Austria/Import_plan.at

Freitag, 5. Dezember 2008

Freie Landkarten?

Das Projekt http://www.openstreetmap.org/ setzt es sich zum Ziel, freie Landkarten der ganzen Welt anbieten zu können. Genauer: freie Geoinformationen. Neben Landkarten sollen aus den Daten etwa auch Routing-Informationen ableitbar sein.

Wichtig und neuartig ist dabei vor allem das "frei". Ähnliche Informationen bieten Projekte wie Google Earth und Co ja bereits länger. Die dort verwendeten Daten sind allerdings rechtlich gesehen nicht frei verfügbar. Zwar kann man etwa Google Maps in eigene Projekte einbinden, allerdings nur so weit, wie das die API von Google und der Nutzungsvertrag zulassen.

Die Daten von OpenStreetMap hingegen sind frei verfügbar, im Rahmen der Creative-Commons Lizenz CC-BY-SA (d.h., die Quelle der Daten ist anzugeben und abgeleitete Daten sind wiederum unter die gleiche Lizenz zu stellen). Das erlaubt die vollständige Nutzung der Daten in eigenen Projekten, etwa privaten Routing-Diensten oder eben in Form von Landkarten.

Meine nähere Umgebung, der Großraum Linz, ist dank einer Datenspende von Yahoo bereits gut abgedeckt, im restlichen Oberösterreich sind einige Orte gut, andere garnicht mit Informationen abgedeckt. Freiwillige Helfer, die mit GPS-Trackern Straßen erkunden und eintragen, sind immer herzlich willkommen! Auch können bestehende Daten natürlich immer noch verbessert werden; Straßen können um Hausnummern, die Karten um Gebäude, Geschäfte, Postämter, Krankenhäuser, Recycling-Sammelstellen u.s.w. ergänzt werden.

Freitag, 3. Oktober 2008

Eclipse-Java-Editor verliert Zeilen

Wenn's mal schief geht, dann ordentlich. Beim Programmieren für die Masterarbeit sehe ich plötzlich, dass Eclipse in der Problems-View einen Fehler in einer (geschlossenen, aber vor wenigen Minuten bearbeiteten) Java-Datei meldet. In der Zeile 53 sei ein überflüssiges Symbol "t" - wohl ein Tippfehler.

Ich öffne die Datei durch Doppelklick auf den Fehler. Diese öffnet sich, der Editor scrollt allerdings nicht zum Fehler, sondern bleibt am Anfang der Datei stehen. Auch wird kein Fehler-Marker angezeigt - zumindest nicht an der erwarteten Stelle, sondern am Beginn der Datei. Ich scrolle zur betroffenen Zeile 53, finde diese aber nicht. Es gibt eine Zeile 52, eine Zeile 53 - allerdings keine Zeile 53. Folding ist zwar aktiviert für den Editor, allerdings ist die gesuchte Zeile nicht weg gefoldet. Die Zeilennummern-Anzeige im Editor lässt die Zeile 53 beinhart aus.



Es zeigt sich, dass Eclipse tatsächlich die fehlerhafte Zeile einfach nicht anzeigt. Das Schließen und neu Öffnen der Datei zeigt keine Wirkung. Erst nach einem Neustart von Eclipse wird die fehlende Zeile 53 eingeblendet. Es wäre ein Import (wie die Zeile direkt darüber), nur fehlt vom Schlüsselwort "import" der "impor"-Teil; das "t" alleine wird (völlig) korrekt als Syntaxfehler erkannt. Warum das allerdings dazu führt, dass der Eclipse Java-Editor dadurch die Zeile gleich überhaupt nicht anzeigt, ist mir ein Rätsel.