Mittwoch, 27. Februar 2008

Software-Engineering-Konferenz SE2008 München

Letzte Woche durfte ich zum ersten Mal an einer "echten wissenschaftlichen Konferenz" teilnehmen. Gemeinsam mit zwei Arbeitskollegen vom Christian-Doppler-Labor für Automated Software Engineering fuhr ich nach München, um dort zwei Tage lang Vorträge an der Konferenz "Software Engineering 2008" zu hören. Auch von uns wurde dort ein Beitrag publiziert, den wir über unser Projekt mit dem Linzer Unternehmen KEBA eingereicht hatten.

Die Konferenz war gut organisiert, inhaltlich auch (meistens) ganz interessant. Die Keynote hielt David Parnas, einer der Pioniere des Software Engineerings; und das sogar auf Deutsch! Auch die Fragen wollte er auf Deutsch gestellt bekommen und weigerte sich, eine in Englischer Sprache gestellte Frage zu beantworten.

"Höhepunkt" war der Vortrag eines Journalisten/Medienmenschen, der über Web 3.0 sprach. Seine Aussage, "Software und Daten würde zusammenwachsen und wären nicht mehr zu unterscheiden" wurde mit Häme beantwortet: der Vortragende spricht schließlich auf einer wissenschaftlichen Konferenz und können keine solch geradezu blasphemische Behauptung von sich geben. Der Medienmann konterte aber geschickt: Würde man die wissenschaftliche Definition von Software und Daten wissen wollen, würde nicht einen Medienvertreter einladen. Als solcher präsentiere er, was die Medien und letztlich auch die Kunden denken - und für die wachsen Software und Daten nun mal zusammen; es ist der "Content", der zählt, mit dem man Geld verdienen kann. Siehe Google, siehe iTunes, siehe YouTube.

Unser eigener Beitrag wurde freundlich aufgenommen. Leider war er aber der letzte am letzten Vortragstag, der noch dazu ein Freitag war. Dementsprechend hatten sich die Ränge bereits geleert.

Montag, 18. Februar 2008

Jubiliäums-Euro-Münzen

Im Jahr 2009 werden alle Euro-Staaten eine gemeinsame Sondermünze veröffentlichen. In diesem Jahr wird "10 Jahr Währungsunion" gefeiert (konkret die 3. Stufe der Währungsunion, die Einführung des Euro als Rechnungswährung am 1. Januar 1999).

Die Bürger werden dabei aufgefordert, über das Aussehen der Münzen abzustimmen:
Link zur Abstimmung

Verwunderung kommt bei mir auf, wenn ich mir den Designvorschlag Nummer 2 ansehe. Die Idee dahinter mag ja ganz nett sein: The euro is the latest step in the long history of trade, from pre-historic barter – evoked by the deliberately primitive design – to economic and monetary union. Der Entwurf dazu - ein verwackeltes Strichmännchen und ein Eurozeichen - erinnert aber am ehesten an eine Zeichnung aus dem Kindergarten. Sollten nicht Münzen als offizielle Währung etwas mehr Seriosität ausstrahlen? Oder eint uns in Europa unsere gemeinsame Lächerlichkeit?

Sonntag, 17. Februar 2008

Studienberatung für die JKU

Studienberatung für die ÖH (Hochschülerschaft) an den Schulen in Oberösterreich zu machen, ist schon ein lustiges Erlebnis. Was man dabei deutlich merkt, ist das unterschiedliche Interesse der Schüler. Das betrifft sowohl die Art der Studien, die als interessant angesehen werden, als auch die Interesse an der Beratung ansich.

Peuerbachgymnasium, Linz, eine Maturaklasse, zwangsbeglückt:
Interesse war breit gestreut für alle Arten an Studien. Interesse war gemischt, es wurde aber gefragt.

BG/BRG Traun, 50 Schüler aus 7. und 8. Klasse, freiwillige Teilnahme nach Schulschluss:
Großes Interesse, viele Fragen von unterschiedlichen Schülern. Interesse ebenfalls breit gestreut.

BG/BRG Wels Brucknerstraße, Wels, 4 Klassen hintereinander bei Beratungstag:
Interesse eher geringer, vor allem bei den letzten Einheiten. Lag wohl daran, dass wir für die bereits die 3. oder 4. Vortragenden waren (nach anderen Unis und FHs). Studieninteresse durchwachsen.

HAK 1 Wels, 2 Klassen "freiwillig" während Unterricht:
Interesse natürlich eher für wirtschaftliche Studien. Vortrag in einer Stunde gemeinsam mit drei wirtschaftlichen FHs (Wieselburg, Salzburg, Graz Campus02) und einer Studienrichtung der direkt benachbarten FH Wels.

Mein Résumé: ideal ist es in Traun gelaufen: die Schüler waren freiwillig anwesend und daher eher interessiert. Ganz gut lief es auch in Wels, also die direkte Kombination mit anderen FHs, auch wenn auch da die Vortragszeit pro Bildungseinrichtung natürlich sehr begrenzt war. Nicht so gut fand ich das System in der BG/BRG Brucknerstraße Wels, wo den Schülern zwar sehr viel Informationen geboten wird, tatsächlich aber wohl so viel, dass die Schüler nach 1-2 Vortragseinheiten aussteigen.