Gerüchte geistern schon länger durch den Raum, seit gestern nehmen diese konkretere Gestalt an. De freie Geoinformations-Datenbank OpenStreetMap steht kurz vor einer größeren Datenspende. Angeblich plant plan.at, die gesammelten Daten (mehr oder weniger alle österreichischen Straßen mit Stand ungefähr Jahr 2000) zur Verfügung zu stellen. Diese Daten würden damit dem OSM-Projekt zur Verfügung stehen und würden unter der CC-BY-SA-Lizenz veröffentlicht werden.
Für die österreichischen Karten bedeutet dies eine signifikante Verbesserung. Zwar sind die OSM-Daten in österreichischen Ballungsräumen (beispielsweise Wien oder Linz) bereits recht gut und aktuell ausgebaut, in vielen Bereichen besser als etwa maps.google.com. Am Lande, wo oft keine OSM-Freiwilligen zu finden sind, fehlen teilweise aber gar noch die Hauptstaßen, von Gemeindestraßen oder Wohnstraßen ganz zu schweigen.
Sollte der Import wie angekündigt durchgeführt werden, dürfte das österreichische Straßennetz zwar nicht komplett und aktuell, aber zumindest ein 10 Jahre alter Stand komplett österreichweit verfügbar sein.
War hat plan.at von dieser Datenspende? Sie können zukünftig direkt die OSM-Daten benutzen, bei zumindest gleicher Qualität wie die bisher schon von dem Projekt verwendeten proprietären Karten. Es wird - zumindest in Österrech - das erste größere Kartenanbieter sein, der auf die OSM-Technologie umsteigt. Es scheint also für beide Seiten ein gewinnbringendes Geschäft zu werden.
http://wiki.openstreetmap.org/wiki/WikiProject_Austria/Import_plan.at
Freitag, 12. Dezember 2008
OpenStreetMap vor Datenspende?
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Christian Wirth
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Freitag, 5. Dezember 2008
Freie Landkarten?
Das Projekt http://www.openstreetmap.org/ setzt es sich zum Ziel, freie Landkarten der ganzen Welt anbieten zu können. Genauer: freie Geoinformationen. Neben Landkarten sollen aus den Daten etwa auch Routing-Informationen ableitbar sein.
Wichtig und neuartig ist dabei vor allem das "frei". Ähnliche Informationen bieten Projekte wie Google Earth und Co ja bereits länger. Die dort verwendeten Daten sind allerdings rechtlich gesehen nicht frei verfügbar. Zwar kann man etwa Google Maps in eigene Projekte einbinden, allerdings nur so weit, wie das die API von Google und der Nutzungsvertrag zulassen.
Die Daten von OpenStreetMap hingegen sind frei verfügbar, im Rahmen der Creative-Commons Lizenz CC-BY-SA (d.h., die Quelle der Daten ist anzugeben und abgeleitete Daten sind wiederum unter die gleiche Lizenz zu stellen). Das erlaubt die vollständige Nutzung der Daten in eigenen Projekten, etwa privaten Routing-Diensten oder eben in Form von Landkarten.
Meine nähere Umgebung, der Großraum Linz, ist dank einer Datenspende von Yahoo bereits gut abgedeckt, im restlichen Oberösterreich sind einige Orte gut, andere garnicht mit Informationen abgedeckt. Freiwillige Helfer, die mit GPS-Trackern Straßen erkunden und eintragen, sind immer herzlich willkommen! Auch können bestehende Daten natürlich immer noch verbessert werden; Straßen können um Hausnummern, die Karten um Gebäude, Geschäfte, Postämter, Krankenhäuser, Recycling-Sammelstellen u.s.w. ergänzt werden.
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Christian Wirth
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